Musik und Sprache Programm 2019


19. Mai 2019

Trio Agora


16. Juni 2019

Klavierrezital
mit Christopher Park



07. Juli 2019

Vivi Vassileva und
Lucas Campara Diniz
(Perkussion und Gitarre)


18. August 2019

Eliot Quartett (Streichquartett)


08. September 2019

Das sprechende Konzert:
Ein Erich Kästner Abend
mit Stefan Rautenberg
und Jeanine Krause


 


19. Mai 2019
Sonntag, 18:00 Uhr

Trio Agora

Žilvinas Brazauskas, Klarinette
Natania Hoffman, Violoncello
Robertas Lozinskis, Klavier



Sergei Rachmaninov
(1873-1943)
Trio élégique Nr. 1, g-moll
Felix Mendelssohn
(1809-1847)
Konzertstück Nr. 2, op.114
Trio Agora Fantasiestück
Joel Hoffman
(*1953)
Ei Jauga Jauga
Pause  
Ludwig van Beethoven
(1770-1827)
Trio op. 11, “Gassenhauer”
Johannes Brahms
(1833-1897)

Klarinettentrio, op. 114



Das 2015 gegründete Trio Agora zählt zu den interessantesten Kammerformationen der jüngeren Generation. Nebst Standard Werken führt es eigene Transkriptionen in ganz Europa auf. Seine erste CD, "Youth", wurde 2017 veröffentlicht. Eine 2. CD, “Sounds of Lithuania,” entsteht zurzeit. Das Ensemble tritt regelmäßig in Litauen, Deutschland, Italien, Holland und Belgien in renommierten Konzertsälen auf. 2018 gewann es den 1. Preis beim Rubinstein Akademie Kammermusik Wettbewerb in Düsseldorf. Sesshaft in Berlin, wird das Trio Agora zurzeit an der Musikhochschule Hanns Eisler von Eberhard Feltz unterrichtet. Frühere Mentoren waren Heime Müller und Sabine Meyer.

Žilvinas Brazauskas, geboren 1991 in Litauen, begann mit 8 Jahren an der Kaunas J. Naujalis Musikschule mit dem Klarinettenunterricht. Seine erste CD mit dem „Kaunas String Quartet“ wurde 2009 veröffentlicht, seine zweite CD ein Jahr später. 2010 begann Žilvinas sein Studium bei Prof. Sabine Mayer an der Musikhochschule in Lübeck. Kürzlich beendete er ein ERASMUS Semester am „Conservatoire Superior National de Musique et Danse“ in Paris. Žilvinas war erster Preisträger des renommierten “Felix Mendelssohn-Bartholdy Hochschulwettbewerb” in Berlin. Zurzeit studiert Žilvinas bei Martin Spangenberg an der Musikhochschule Hanns Eisler in Berlin.
 
Die Italienierin Natania Hoffman, 1992 geboren, begann mit vier Jahren das Cellospiel.
Sie studierte bei Prof. G. Rivinius in Saarbrücken, ab 2012 bei Prof. Troels Svane an der Musikhochschule Lübeck, wo sie im Sommer 2014 ihr Bachelorstudium abschloss. Seit 2015 studiert sie an der “Chapelle Musicale Reine Elisabeth” in der Klasse von Gary Hoffman.  Als Solistin trat sie u.a. mit dem „Orchestre Royale de Chambre de la Wallonie“, dem „Beijing Bamboo Flute Orchestra“, dem „Lakeland Civic Orchestra“, dem „Cincinnati Symphony Orchestra“ und dem „Cincinnati Symphony Youth Orchestra“ auf. Zu ihren Wettbewerbserfolgen gehören 1. Preise bei "Giovanna Musicisti, Città di Paola", "Città di Cremona" 2016 und bei den internationalen Wettbewerben „Giovani Musicisti‘-Città di Treviso“ und „Premio Crescendo Firenze“. Natania war Stipendiatin bei Villa Musica und Live Music Now, Lübeck und 2017-2018 Stipendiatin von Baillet Latuor.

Robertas Lozinskis, geboren 1991 in Litauen, studiert zurzeit bei Prof. Fali Pavri an der Musikhochschule „Royal Conservatoire of Scotland“. Zuvor studierte er bei Prof. Zbignevas Ibelgauptas an der “Lithuanian Academy of Music and Theatre” und verbrachte ein Jahr als Austauschstudent an der Berliner Universität für Kunst als Student von Prof. Elena Lapitskaja. Robertas war Preisträger in über 20 internationalen Klavierwettbewerben in England, Deutschland, Tschechien, Griechenland, Italien, Estland und Litauen. Im Mai 2015 gewann er den ersten Preis und den Publikumspreis des renommierten “Sheepdrove Piano Competition“ in England, im September 2015 den ersten Preis und Publikumspreis des internationalen M.K.Čiurlionis Klavier- und Orgelwettbewerbs. Er gab als Solist Konzerte mit dem „Moscow State Symphony Orchestra”, dem “Royal Scottish National Orchestra” und dem “Lithuanian National Symphony Orchestra”.


 



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16. Juni 2019
Sonntag, 18:00 Uhr

Klavierrezital mit Christopher Park




Robert Schumann (1810-1856)

Blumenstück Des- Dur, op.19


  Faschingsschwank aus Wien, op. 26
Pause  
 

Arabeske C-Dur, op.18


  Konzert ohne Orchester f-moll, op. 14


"Der Pianist Christopher Park begeistert mit einer faszinierenden technischen Souveränität, einer unglaublichen musikalischen Reife und einer besonders intensiven Spielkultur" - so begründete die Jury der Stiftung Schleswig-Holstein Musik Festival ihre Entscheidung, Christopher Park zum Preisträger des renommierten Leonard Bernstein Award 2014 zu küren. Zahlreiche bedeutende Klangkörper haben den gebürtigen Bamberger mit deutsch-koreanischen Wurzeln -heute wohnhaft in Kronberg bei Frankfurt - bereits engagiert, darunter die Wiener Symphoniker, das SWR-Sinfonieorchester, das hr-Sinfonieorchester, das NDR-Sinfonieorchester, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das Frankfurter Opern- und Museumsorchester, das Orquesta Nacional de España, das Seoul Philharmonic Orchestra, das Shanghai Symphony Orchestra, das Qatar Philharmonic Orchestra, das Zagreb Philharmonic Orchestra, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das English Chamber Orchestra, die Münchner Symphoniker und die Bamberger Symphoniker, um nur einige zu nennen. Christopher Park gab Konzerte in Europa, China, Südafrika und Südkorea und spielte unter anderem beim Ravinia Festival, beim Klavierfestival Ruhr, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Rheingau Musik Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und der  "Quincena Musical de San Sebastián". Als Einspringer für Emanuel Ax beim NDR Sinfonieorchester und für Andreas Haefliger beim Qatar Philharmonic Orchestra begeisterte er Kritiker wie Publikum. 2016/2017 wurde Christopher Park von der European Concert Hall Organization (ECHO) als „Rising Star“ ausgewählt, verbunden mit Rezitalen in den renommierten Konzerthäusern in Amsterdam, London, Paris, Stockholm, Wien, Barcelona, Budapest, Lissabon sowie der Elbphilharmonie Hamburg und der Philharmonie Köln. Neben seinen solistischen Tätigkeiten widmet sich der mehrfache Stipendiat und Preisträger - darunter auch der Förderpreis des Rheingau Musik Festivals - leidenschaftlich der Kammermusik. Mit dem Küchl-Quartett, bestehend aus Mitgliedern der Wiener Philharmoniker, debütierte er Ende 2014 mit großem Erfolg im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins. Seine Studien begann er als seinerzeit jüngster Student mit zwölf Jahren bei Thomas Duis an der Hochschule für Musik Saar. Während seinen anschließenden Studien in Frankfurt wurde er durch zwei große Traditionen geprägt: durch Lev Natochenny aus der russischen Schule Lev Oborins und durch Joachim Volkmann aus der deutschen Schule Wilhelm Kempffs. Seit 2012 wird er außerdem von Christoph Eschenbach künstlerisch beeinflusst.


 


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07. Juli 2019
Sonntag, 18:00 Uhr

Vivi Vassileva und Lucas Campara Diniz

Vivi Vassileva, Perkussion
Lucas Campara Diniz, Gitarre




Johann Sebastian Bach
(1685-1750)

Italienisches Konzert

Claude Debussy
(1862-1918)
Arabesque No. 1
Domenico Scarlatti
(1685-1757)
Sonata K. 141
Lucas Campara Diniz
Vivi Vassileva

Turquesa
 
Carlos Escobar 'Guinga'

Três peças / Rasgando Seda, Vô Alfredo, Por trás de Bras da Pina

Aníbal Sardinha 'Garoto'

Desvairada
Pause

 
Marco Pereira
(*1950)
Bate Coxa
Oriol Cruixent
(*1976)
El Pario
Astor Piazzolla
(1921-1992)

Cuatro Estaciones de Buenos Aries



Vivi Vassileva, geboren 1994, gilt als Preisträgerin vieler bedeutender internationaler Wettbewerbe als eine der derzeit führenden Schlagzeugsolistinnen. Mit dem professionellen Schlagzeugunterricht begann sie 2004 bei Claudio Estay. Von da an eroberte sie die Welt der Musik mit großen Schritten : Nachdem sie mit nur 13 Jahren den ersten Preis im Bundewettbwerb « Jugend musiziert » gewann, wurde sie das jüngste Mitglied im Bundesjugendorchester. Mit 15 brachte sie mithilfe des Bayerischen Rundfunks ihre erste CD auf den Markt, im Alter von 16 Jahren wurde sie als Jungstudentin bei Peter Sadlo aufgenommen. Es folgten weitere Preise bei internationalen Marimba-Wettbewerben in Paris und Nürnberg. Beim 63. Internationalen ARD Musikwettbewerb gewann sie 2014 zwei Sonderpreise für ihre herausragende Leistung als jüngste Semifinalistin. Zum Film « Viel zu nah » von Petra K. Wagner improvisierte Vivi die gesamte Filmmusik. 2016 gewann sie den ersten Preis im Wettbewerb um den Kulturpreis des Kulturkreises Gasteig mit ihrer Eigenkomposition und Bearbeitung des bulgarischen Volkslieds « Kalino Mome ». Ihr Bachelorstudium schloss sie bei Peter Sadlo ab und begann ihr Masterstudium bei Raymond Curfs an der Hochschule für Musik und Theater in München. Im Herbst 2017 bekam Vivi den Bayerischen Kunstförderpreis verliehen.

Lucas Campara Diniz, wurde 1992 in Santa Maria, Brasilien, geboren. Sein Bachelor-Studium absolvierte er an der Universidade Federal do Rio de Janeiro. Im Jahr 2013 gewann er den ersten Preis beim Av Rio Gitarrenwettbewerb, beim Sebastian Benda Musikwettbewerb und beim Internationalen Gitarrenwettbewerb Fred Schneiter. 2014 spielte er als Solist 13 Konzerte, darunter vier mit dem Orquesta Clásica del Maule, auf der Tournee des Festivals Entrecuerdas in Chile, eines der größten Gitarrenfestivals in Südamerika. 2015 zog Lucas Campara Diniz nach Deutschland, um sein Studium bei Franz Halász an der Hochschule für Musik und Theater in München fortzusetzen. Neben zahlreichen Konzerten im Solo- und Kammermusikbereich widmet er sich auch dem Komponieren.




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18. August 2019
Sonntag, 18:00 Uhr

Eliot Quartett

Maryana Osipova, Violine, geb. 1987 in Moskau
Alexander Sachs, Violine, geb. 1990 in Vancouver
Dmitry Hahalin, Viola, geb. 1988 in Mendelejewo
Michael Preuss, Violoncello, geb. 1985 in Leipzig



Mendelssohn
(1809-1847)

Streichquartett in e moll, op. 44 Nr. 2

Anton Webern
(1883-1945)

Langsamer Satz
Pause  

Franz Schubert
(1797-1828)

Streichquartett in G-Dur D.887

Das Eliot Quartett gründete sich im Jahr 2014 und ist bereits Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe. Auf den Gewinn des Wettbewerbs Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt 2014 folgte 2016 der 3. Preis im Fach Streichquartett beim Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerb in Berlin und der 2. Preis beim internationalen Streichquartett-Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung in Berlin. 2018 erhielt das Eliot- Quartett den 2. Preis beim internationalen Mozartwettbewerb Salzburg und gewann den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs mit drei Sonderpreisen. Ebenfalls 2018 folgte der 2. Preis bei der Melbourne International Chamber Music Competition.
Im August 2016 war das Quartett im Rahmen der Kammermusikwoche der Thüringischen Sommerakademie als Quartett in Residence zu Gast. Im September 2017 wurde das Eliot Quartett im Rahmen des „Singing Summer“ der Hochschule für Musik Mainz mit dem Akademiepreis für Nachwuchsförderung der Akademie der Wissenschaften Mainz ausgezeichnet. Noch im gleichen Jahr wurden die vier Musiker in die Stipendiaten-Förderung der Villa-Musica Rheinland-Pfalz aufgenommen. Im November 2018 eröffnete das Eliot Quartett die Streichquartettage im Holzhausenschlößchen in Frankfurt am Mainz, wo es 2019 als erstes Quartett in Residence eine eigene Konzertreihe gestaltet.
Das Quartett studiert im Studiengang Master Streicherkammermusik an der Hochschule für Musik Frankfurt am Main in der Klasse von Tim Vogler sowie an der Escuela Superior de Musica Madrid in der Klasse von Günter Pichler. Darüber hinaus erhielten die vier jungen Musiker musikalische Anregungen von Hubert Buchberger, vom Mandelring Quartett, von Valentin Erben und Alfred Brendel.
Das Eliot Quartett ist nach dem U.S.-amerikanischen Schriftsteller T. S. Eliot benannt, der sich von den innovativen, späten Streichquartetten Ludwig van Beethovens zu seinem letzten großen poetischen Werk „Four Quartets“ inspirieren ließ.

 

 



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08. September 2019
Sonntag, 18:00 Uhr

Das sprechende Konzert: Ein Erich Kästner Abend
mit Stefan Rautenberg und Jeanine Krause


 


Im Zusammenspiel von Musik und gesprochenem Wort entsteht eine Atmosphäre ungehörter und betörender, gleichsam bezaubernder Art. Die Künstler Jeanine Krause und Stefan Alexander Rautenberg präsentieren Erich Kästners Gedichtzyklus „Die dreizehn Monate“ als sprechendes Konzert. Die amerikanische Musikerin Jeanine Krause interpretiert den Charakter jedes Gedichtes musikalisch durch die wohlüberlegte Auswahl passender Instrumente und Werke aus dem barocken, klassischen und modernen Repertoire. Sie spielt auf Oboe, Oboe d'amore, Oboe da caccia, Sopraninoflöte mit Schlagwerk Musik aus: Suite Nr. 1 von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Adagio und Allegro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), Water Music von John Cage (1912-1992), Summertime von George Gershwin (1898-1937), außerdem Musik von Henry Purcell und Benjamin Britten und einige Volksmelodien. Stefan Alexander Rautenberg spricht Kästners phantasievolle Gedichte als Magier der Worte und öffnet zur Überraschung der Konzertbesucher seinen Zauberkasten.

Jeanine Krause
Jeanine Krauses Spiel wird als “erfreulich und äußerst erfrischend” (Boston Musical Intelligencer) gelobt. Sie ist mit zahlreichen Orchestern und Ensembles weltweit unterwegs und als Solistin für Konzerte, hauptsächlich im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis, angesehen. Wegen ihrer Begeisterung und Leidenschaft für Klangwelten ist sie in der musikalischen Welt beliebt und wird als Coach, besonders für Bläserensembles, engagiert. In 2018 gründete sie die Kreedo Academy mit der Vision, Oboisten und Fagottisten weltweit mit Online-Ressourcen in ihrem intensiven musikalischen Ausdruck zu unterstützen. Jeanine wurde in den USA geboren und hat seit 20 Jahren Deutschland zu ihrem Lebensmittelpunkt gemacht. Sie studierte am St. Olaf College in Northfield, MN, USA (Bachelor of Music), an der University of Nebraska-Lincoln, USA (Master of Music). Später spezialisierte sie sich in ihrem Spiel auf historische Instrumente. Ihre weiteren Studien führten sie unter anderem an das Peter-Cornelius-Konservatorium in Mainz (Künstlerisches Aufbaustudium) und an die Boston University, USA (Doctor of Musical Arts).

Stefan Alexander Rautenberg
Sein Publikum bezeichnet ihn als Prospero und wahren Verzauberer. Was er mit einem Seil, einer Banknote, einem Ring, einem Kartenspiel, einem Stapel Bücher, drei Bechern und einem Bogen Papier auf die Bühne bringt, das macht ihm in seiner Art weltweit niemand nach. Dabei entsteht die Verzauberung vor allem durch das gesprochene Wort, welches im Zauberkreis die Menschen zueinander führt. Die Engagements führen Rautenberg durch ganz Deutschland, durch Europa, Übersee und Afrika. Er gehört heute zur ersten Reihe der professionellen Taschenspieler in Deutschland. Rautenberg, geboren 1967, ist Berliner, wuchs in Zehlendorf auf, absolvierte die Lehre bei einer Bank in Charlottenburg, studierte in Frankfurt am Main und lebt heute mit seiner Familie in Lich, Oberhessen. Seine zauberkünstlerische Ausbildung ergab sich durch wiederholte Begegnungen mit dem Berliner Zauberkönig Klepke, dem zaubernden Philosophen Alexander Adrion und dem Meistermagier Marvelli. Das permanente Studium zauberkünstlerischer Bücher aus aller Welt, die Teilnahme an internationalen Master-Classes und Kongressen der Zauberer sowie das permanente Interesse an Kunst und Kultur bilden die Grundlage seiner Kammermagie.




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